Rio de la Plata - Wracktauchen in Acapulco
Text und Bilder, auch ohne weiteren Hinweis (c) Derk Marko Reckel, viele Bilder mit "Mouse-Over-Texten"
Daten der Rio de la Plata
Historische Daten:
- gebaut: 1923 für Lloyd Sabaudo
- transferiert: 1932 zur Italia
- interniert: 1939 in Argentinien
- verkauft: 1941 an die argentinische Handelsmarine
- gesunken: 20.08.1944 in Acapulco
Technische Daten:
- Länge: 130 m
- Verdrängung: 8539 Tonnen
- Kapazität: 404 Passagiere
Die Rio de la Plata wurde in Italien und als Principessa Maria gebaut, im 2. Weltkrieg befand sie sich im September 1939 in argentinischen Gewässern und wurde in Argentinien festgesetzt. Am 10. Januar 1942 wurde sie dann in die argentinische Handelsmarine als Rio de la Plata integriert. Zunächst wurde sie auf der Route nach New Orleans eingesetzt, später auf der Pazifikroute nach Los Angeles.
Sie hatte eine Passagierkapazität von 258 Passagieren in der ersten sowie 146 Passagieren in der dritten Klasse.
Auf der Rückkehr von einer Fahrt nach Los Angeles suchte der Kapitän vor verfolgenden Kriegsschiffen, darunter auch einem U-Boot, im Hafen von Acapulco Schutz. Dort geriet sie am 18. August 1944 vom Maschinenraum her in Brand, wurde in die Bucht von Acapulco geschleppt und sank. Nach Augenzeugenberichten brannte das Schiff geschlagene 3 Tage (ich hatte das Vergnügen mit einem der Augenzeugen an Board einen der Tauchgänge zur Rio zu machen).
Beim Untergang gab es, mit Ausnahme des Schiffshundes, keine Opfer zu beklagen.

Betauchen der Rio de la Plata
Bei meinem ersten Tauchgang zur Rio de la Plata hatte ich ein rekordverdächtige Sichtweite von ca. 8 m. Die meist geringe Sichtweite liegt in der Nähe der Liegestelle zum Strand begründet. Die durchschnittlichen Sichtweiten schwanken zwischen 2 und 5 m, bei den folgende Tauchgängen waren es dann auch nur noch ca. 4 - 6 m.
Dafür hat dieses Schiff einen deutlichen Vorteil: es liegt wegen der Strandnähe eben in flachen Wassern, ca. 18 - 23 m tief, der Grund wird bei 30 m erreicht. Für Penetrationen gibt es zwei "Standardrouten" die ein bequemes Betauchen ohen Verengungen ermöglichen. Desweitern kann man auch an "unüblichen" Stellen einsteigen und hat dann mit Verengungen zu tun, die tw. seitliches Durchschieben nötig machen.




















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